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German Masters Snooker 2020

Am 1. Februar waren wir wieder einmal bei den German Masters im Snooker im Tempodrom, seit einigen Jahren eine nette Tradition am Jahresanfang.

Wir sitzen möglichst weit hinten, um mit anderen Zuschauern nicht interagieren zu müssen und um etwas Platz zu haben. Trotzdem sieht man erstaunlich gut, es gibt zwar auch Fernseher, die braucht man aber eigentlich nicht, lediglich für den Punktestand sind sie hilfreich. Die Luft im Tempodrom ist trocken und warm, viele Huster, da ist es gut, was zu Trinken oder Bonbons dabei zu haben.

Wir sahen Judd Trump gegen Graeme Dott, ein potentiell sehr gutes Spiel, die Frage war, ob beide das auf den Tisch bringen können. Nach der obligatirschen Aufwärmrunde von Rolf Kalb (der das immer besser macht), kamen die Spieler und boten uns in der Tat ein spannendes, sehr gutes Match. Beide spielen sehr offensiv, Safeties gibt es nur in wirklichen Notlagen und beide waren gut drauf. Insbesondere Graeme Dott hat sich aus seinem Tief erholt und spielt wieder ansehnlich und konstant.

Im Endeffekt wurde es ein zügiges (gefühlt, es waren schon ca. 4 Stunden), spannendes 6:4 für Trump ohne lästige Endlossafeties, die keinen voranbringen, wie in manchem Jahr zuvor.

Das Tempodrom ist eine angenehme Spielstätte, leider mit einem Toiletten- und Verkaufsmanko, das insbesondere in der 20-minütigen Spielpause hervortritt, wenn alle mal aufs Klo wollen und was zu Trinken bzw. Essen. Ansonsten gut zu erreichen, wohltemperiert und schön gelegen.

Der Zuschauer neben uns warf innerhalb von 5 Minuten dreimal sein Handy auf den Boden, dann ist er gegangen.

Fazit: so sollte ein Snookernachmittag sein: hochwertiges, kurzweiliges Spiel in angenehmer Umgebung.