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Kino

Judgment Day

Vor 23 Jahren, am 29. August 1997, war Judgment Day.

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Kino Kritik

Kritik: Terminator 3: Rise of the Machines (2003)

Terminator 3: Rise of the Machines – eieieieiei. Wenn Schwarzenegger Film in den Sand setzt – ok, kann passieren. Wenn der die Terminator-Reihe in den Sand setzt – oh weh.

An sich ist die Geschichte nicht sooo schlecht – John Connor und andere umbringen, die in der Rebellion eine Rolle spielen, diesmal zehn Jahre nach T2 (ich weiß, Zeitreisen, Logiklöcher – sie existieren). Judgment Day ist nur verschoben und der T-101 soll die beiden in der Sierra Nevada sicher in einem Bunker umbringen, wenn der Atomkrieg losgeht.

Gegenspieler ist die T-X, eine unstoppbare Kampfmaschine der neuesten Generation.

Einzige Überraschung des Films: das Ende ist konsequent.

Ansonsten folgt der Film den vorhersehbaren Terminator-Elementen: unstoppbarer Terminator, große Kämpfe. Was in T1 und T2 noch funktioniert hat, ist hier nur noch Formel. Abhaken der wichtigsten Dinge.

Und die T-X. Zunächst einmal ist Kristanna Loken keine wirklich gute Schauspielerin, das ist für die Rolle leider nicht hilfreich, aber auch nicht wirklich schlimm, denn grimmig gucken kann sie. (Was nicht heißen soll, dass sie nicht besser geworden ist im Lauf der Zeit.) Schlimmer ist die Rolle selbst: ein sadistischer Terminator. WTF? Das sind Maschinen, die töten. Nicht mehr, nicht weniger. Aber die T-X tötet nicht sofort, sondern quält gerne noch. Das ist ganz, ganz schlecht.

Außerdem ist sie übermächtig. War der Endkampf von T2 schon so lala, was die innere Stärkelogik der Terminatoren angeht (sieht man drüber weg, weil geil gedreht), ist hier nur noch Achselzucken und „die Fans werden es schon lieben“ angesagt.

Nee, werden sie nicht, jedenfalls nicht der hier. Die ist unbesiegbar. Puuuunkt!

Und so zieht sich der Film, nicht schlecht gedreht, nicht schlecht gespielt, nicht schlecht dies, nicht schlecht das.

Aber wir reden über die Fortsetzung von Meilensteinen der Filmgeschichte. Und nicht über Pillepalle-Action mit JCVD (als Beispiel).

Einmal gesehen und sofort geschworen und durchgehalten: nicht noch einmal (wie Stirb Langsam 2).

Fazit: keine gute Fortsetzung, schlechter Film.

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Kino Kritik

Kritik: Terminator 2: Judgment Day (1991)

OK, nach Terminator war klar, dass (mindestens) ein zweiter Teil folgen würde, dass es so ein Kracher sein wird wie Terminator 2: Judgment Day, das ist erfreulich und war so nicht zu erwarten.

James Cameron nimmt wieder im Regiestuhl Platz und haut einen Film raus, der die Kinowelt revolutionierte. Waren vorher Computertricks was Feines für den Hintergrund oder zum Fremdschämen, kommt hier der T-1000 ins Spiel, ein Terminator aus flüssigem Metall.

Flüssiges Metall!

Metall!

Flüssig!

Ok, man muss wahrscheinlich dabei gewesen sein und zu verstehen, wie beeindruckend das war für 1991. Außerdem hatte Flebbe da gerade das CinemaxX in Hannover neu und dort hab ich den Film gesehen. In THX! Menschen sind quer durch Deutschland gereist, um T2 in diesem Kino zu sehen!

Schon der Anfang. Dann der Fuß, der aufstampft. Wahnsinn.

Beruhigen wir uns: die Geschichte des ersten Films wird fortgeführt, indem ein zweiter Anschlag auf John Connor versucht wird, diesmal als Junge. Und der böse Terminator ist der T-1000 und der ist wirklich böse. Der T-800 will John beschützen, bringt niemanden um und ist der Gute.

Große Szenen im Krankenhaus, den Abwassergräben, Shoot-Out bei Cyberdyne, Endkampf im Stahlwerk und dazwischen Chaos und Zerstörung. Und jede Szene mit dem T-1000.

Die Geschichte ist erstaunlich gut und schlüssig (Zeitreisegeschichten ohne Logiklöcher gibt es nicht), sie wird gut erzählt und in der Inszenierung von Action macht Cameron niemand was vor. Großes Badabumm. Und coole Oneliner.

Zwei Kritikpunkte. Erstens: der Terminator, der nicht tötet. Wird zwar motiviert, ist aber trotzdem schwach. Sie machen das Beste aus der Prämisse, dennoch… Außerdem entwickelt der Terminator Humor. Nee.

Zweitens: der Director’s Cut ist viel zu lang und mit teilweise dümmlich-lustigen Szenen gefüllt. Es ist völlig in Ordnung, dass diese Szenen nicht im Kinofilm sind, der die deutlich bessere Fassung ist.

„Zweitens“ kann man umgehen und „erstens“ muss man ertragen, dann bekommt man einen der besten Actionfilme aller Zeiten und einen definitiven Sehbefehl.

Fazit: sehr, sehr, sehr guter Actionfilm.

Hasta la vista, baby.

Come with me if you want to live!

I need your clothes, your boots and your motorcycle.

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Kino Kritik

Kritik: The Terminator (1984)

Es geht weiter mit Schwarzenegger und seinem dritten „richtigen“ Film: The Terminator.

Der beste Film seiner Karriere.

Der beste Actionfilm aller Zeiten.

Dieser Film ist der perfekte Actionfilm und hält auch noch heute. Schwarzenegger als Terminator. Linda Hamilton Sarah Connor. Michael Biehn Reese (Vorname nicht nötig). Regie und Drehbuch James Cameron. Produzentin und Drehbuch Gale Anne Hurd. Musik Brad Fiedel.

Nur kurz an die Musik denken! Schon ist der ganze Film da.

Der Anfang mit den Punkern. Die Mordserie an den Connors. Die arme Freundin. Tech Noir. Das Polizeirevier. Die Verfolgungsjagd. Die Zukunft. Der Truck. Das Metallskelett. Mexiko.

Come with me if you want to live.

Listen, and understand! That Terminator is out there! It can’t be bargained with. It can’t be reasoned with. It doesn’t feel pity, or remorse, or fear. And it absolutely will not stop… ever, until you are dead!

Get out.

Give me your address there.

Was macht den Film so besonders? Alles.

Die Regie von Cameron, der auf den Punkt weiß, war er will und das umsetzen kann.

Die Geschichte, die nicht zu viel und nicht zu wenig erzählt.

Die Konsequenz, mit der der Terminator vorgeht. Da gibt es keine Scherze, da wird nicht gezögert, in diesem Film ist der Terminator noch eine Tötungmaschine (ein Fehler der Nachfolgefilme, da von abzugehen), der konsequent und der Logik folgend Sarah Connor umbringen will.

Die schiere Wucht des Terminator. Den man sieht und weiß: das Ding ist tödich, dem will ich nicht gegenüberstehen, auch nicht ironisch.

Keine Ironie.

Die drei Hauptdarsteller. Perfekt gecastet und mit ikonischen Rollen. Lediglich Michael Biehn kann ich mir noch in einer anderen Rolle vorstellen (Hicks), Schwarzenegger ist der Terminator und Linda Hamilton ist Sarah Connor.

Die Musik.

Die Darstellung der Welt als teils bunten aber auch abgefuckten Ort, kalt und unwirtlich, wenn man vor dem Bösen fliehen muss.

Der Film hat damals neben Bewunderung auch viel Gegenwind erfahren, von Kritikern „guter“ Filme, die (auch heute noch) nicht einsehen können, dass sie Actionfilme nicht einschätzen können. Da werden die Worte gezählt, die Schwarzenegger spricht (denn nur viele Worte machen einen guten Film?) Da wird leichthin gesagt, dass jeder so einen Film drehen kann, denn er ist ja so simpel. Klar.

Aber was solls, uns bleibt der beste Actionfilm der Welt erhalten, den man sich rituell jährlich ansehen sollte und in seiner Pracht und Schönheit schwelgen. Denn egal, was danach kommt (und da kam noch viel), mit diesem Film haben sich alle Beteiligten ein Denkmal gesetzt.

I’ll be back!

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Kino Kritik

Kritik: Terminator Genisys

2015-07-23_GenisysTerminator Genisys ist der 5. Terminator-Film und ich war im Vorfeld hin- und hergerissen. Einerseits wollte ich den Film gut finden, damit wieder ein guter Terminator kommt; andererseits wusste ich, den ersten und zweiten Teil kann der Film nicht toppen.

Zusätzlich hatte ich den Trailer schon gesehen, der wichtige Handlungsstränge einfach mal so erzählt. Danke dafür, Trailerschneider.

Letzte Vorbemerkung: ich fand den 3. Terminator grottig, den 4. aber gar nicht mal so schlecht.

Was soll ich sagen: der Film hat mich überrascht. Er greift die bekannten Geschichten auf, verändert diese doch sehr mutig, lässt sich auf Logikfehler epischen Ausmaßes ein und macht dabei erstaunlich viel Spaß.

Schon die Möglichkeit, Arnold Schwarzenegger wieder einzusetzen, hilft enorm. Die anderen Schauspieler – na ja. Muss man mögen, haben nicht sonderlich gestört, würde ich sagen. Keine Michael Biehn oder Linda Hamilton, aber auch bei weitem keine Totalausfälle, eher gut bis besser.

Das charakterisiert den Film m.E. ganz gut: kein Totalausfall, ordentlich bis besser.

Apropos Michael Biehn: wie die Schwätzer hinter mir (gesamten Abspann durchgequatscht) so schön feststellten: „Kyle Reese im 1. Teil war einfach superhot“. Da hat es Jai Courtney sehr sehr schwer.

Was mir gefiel war die Scheiß-drauf-Attitüde gegenüber Logik, den bisherigen Filmen, Figuren, Entwicklungen etc. Aufgreifen, verändern, was eigenes draus machen.

Fazit: völlig in Ordnung.

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Kino Kritik Kultur

Kritik: Terminator Salvation

Terminator Salvation ist ein weiterer Teil der Terminator-Reihe, bestehend aus Filmen, einer Fernsehserie, mehreren Arkadespielen und mehreren Flippern. (Die vierte Fortsetzung einer Reihe – ist da ein Muster erkennbar?)

Vor dem Kinobesuch war ich hin- und hergerissen zwischen Vorfreude (neuer Terminator-Film) und Erwartungsangst (unsäglich schlechter dritter Teil, McG, Charlie’s Angels anyone?). Es überwiegte die Erwarte-Nichts-Einstellung, die mich ab und an befällt. Dazu ein gefüllter Kinosaal – eine Krankheit. Laut, stinkend, kichernd. Mist.

Dann der Vorspann und wieder war’s geschehen: was jetzt kommt, ist egal, ich bin dabei. Und es kam eine Menge. Wir sind am Ende der Welt und die Maschinen sind humorlos, die Leute sind humorlos, die Geschichte ist humorlos. Jawoll. Das will ich jetzt. Dazu sind die Maschinen Maschinen und nicht mehr lustige Zeitgenossen mit sadistischen Neigungen. Der Sound reißt einem vom Hocker: auf jeden Fall im gut beschallten Kino ansehen, das kriegt man zu Hause nicht hin, wenn man nicht im Wald wohnt und dessen Bewohner nachhaltig verschrecken will.

Kurz zur Geschichte: mir doch egal. Klar, waren da hanebüchene Ideen drin, Unlogik allerorten, seltsame Zufälle, etc. pp. Aber was soll’s? Es war gut gemacht und das zählt (siehe Sunshine). Kurze Abschweifung: die ersten beiden Teile sind Meilensteine der Filmgeschichte, aber die Story sollte man dort auch nicht genau betrachten. Einziger wirklicher Wermutstropfen: das Ende. Das ist verkackt.

Fazit: genau so hat es mir gefallen. Die Story hätte besser sein können, war mir aber egal.