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Kino Kritik

Kritik: The Meg (2018)

The Meg – ein Megalodon (großer prähistorischer Hai) wird aus dem Marianengraben geholt, der tiefer als gemessen ist, weil dort eine kalte Wasserschicht statt eines Bodens ist. Jason Statham muss den Hai erlegen.

First things first: der Film ist unterhaltsam. Jason Statham ist in beeindruckender körperlicher Form. Die Effekte waren gut. Das kleine Mädchen ist nicht nervig. Die Verkupplungsdialoge waren wirklich gut. Figuren entschuldigen sich, wenn sie einen Fehler gemacht haben und Entschuldigungen werden angenommen. Der Film würde den Bechdeltest bestehen.

Aber das war es auch an Positivem. Der Film ist so unglaublich dumm.

Alle Figuren handeln, als ob Nachdenken unter Strafe gestellt würde. Das Drehbuch ist grottenschlecht und ein Abhaken aller Riesenhai-Monster-Film-Klischees. Wirklich aller Klischees.

Argh.

Das ist wirklich nicht gut. Die Schauspieler und die Inszenierung sind gut genug, dass man nur leicht mit dem Augenlid zuckt, weil es so schlimm ist, aber es ist wirklich schlimm. Noch kein Trash, dafür fehlt Casper van Diem, aber…

Beispiel gefällig?

Wir haben eine voll ausgerüstete Unterwasserstation mit Rettungs-U-Boot. Das Forschungs-U-Boot gerät in Not und hat 18 Stunden. Da holen wir den Rettungsspezialisten, der Alkoholiker und vier Jahre nicht getaucht ist mit dem Hubschrauber aus Taiwan, statt einfach selbst runterzufahren. Und wenn er kurz davor ist, an Bord zu kommen, um alle zu retten, geht die Wissenschaftlerin mit dem kleinen Boot (nicht dem Rettungs-U-Boot) nach unten, um das andere Schiff hochzuholen, das dabei auf jeden Fall explodieren würde.

Es ist noch schlimmer als es sich erzählt.

Aber das Schlimmste: der Hai ist zu klein. Die ganze Zeit dachte ich, jetzt muss doch mal der durch Poster und Trailer angekündigte große Hai kommen…

Fazit: Hai zu klein, unterhaltsam, grottenschlecht, kein Trash.