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Kritik: The Rock (1996)

Wo wir grad bei 90er-Action mit Nicholas Cage waren und Sean Connery gestorben ist: The Rock.

Cage ist Bombenentschärfer und Kampfstoffexperte, der mit der Besetzung von Alcatraz (The Rock) zu kämpfen hat, dort sind Terroristen, die mit einem chemischen Kampfstoff Tausende von Menschen umbringen wollen, wenn nicht Millionen illegaler Gelder für die Entschädigung von Soldaten aufgebracht werden, die bei illegalen Einsätzen der Armee ums Leben kamen.

Bösewicht ist Brigadegeneral Hummel (Ed Harris), der natürlich ein aufrechter Kämpfer ist, der nie wirklich Menschen umbringen würde. Dafür ist sein Komplize David Morse da, der Geld will.

Also muss Cage nach Alcatraz gebracht werden, um dort die Waffen direkt zu entschärfen, dabei kann nur Sean Connery helfen, ein britischer Spion, der als Einziger aus Alcatraz ausgebrochen ist.

Mehrere Verfolgungsjagden, Explosionen, Amerikafahnen und Patriotismus später – wir sind halt in einem Michael-Bay-Film ist die Welt gerettet, die Bösen tot, die Guten gewannen und die Moral siegt.

Hach.

Der Film ist immer noch gut. Michael Bay kann schon was, wenn er mal fokussiert dreht und nicht in kindliche Albernheiten ausbricht. Schön auch, dass die Effekte praktisch sind und nicht nur CGI. Das macht viel aus. Und Nicholas Cage ist nur am Anfang eigenartig, mit dem Hauptplot wird es dann ok.

Die Geschichte darf man nicht hinterfragen, wozu auch, man wird gut unterhalten und die Musik von Hans Zimmer – zum Zungeschnalzen.

Bay-typisch ist der Film zu patriotisch, zu heroisch zu schwarz-weiß – aber so ist das halt mit Bay-Filmen.

Fazit: sehr gute Action aus den 90ern.

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Kritik: Fast & Furious Presents: Hobbs & Shaw (2019)

Man muss den Produzenten ja lassen, wenn sie merken, dass bei der Furious-Reihe was gut läuft, dann merken sie es. Hobbs (Dwayne Johnson) und Shaw (Jason Statham) sind nun mal mit Abstand die besten Figuren und ihre Prügelei in Fast 8 ist eine der besten Actionszenen der Reihe.

Jetzt haben sie also ihr eigenes Spin-Off: Fast & Furious Presents: Hobbs & Shaw. Ganz reihetypisch ist die Handlung egal. Irgendwas um Supermenschen, die erstellt werden können und damit auch Supersoldaten.

Prototyp und bester Kämpfer, Soldat und Cool-Ausseher ist Brixton – Idris Elba. Der zunächst einmal Hattie (Vanessa Kirby), Shaws Schwester, bestiehlt und sie als böse Drahtzieherin hinstellt.

Auftritt Hobbs & Shaw, die erst mal Böse verprügeln, dann sich, dann Hattie, dann wieder sich, bis sie versuchen, Brixton zu entkommen.

Bis hier Action vom Feinsten und mal ehrlich: The Rock, Jason Statham, Idris Elba, Vanessa Kirby – wie soll das noch besser werden? Alle vier in Hochform, auch Statham hat den Durchänger seiner Zwischenfilme überwunden. Sogar die übertriebenen Effekte vor allem um das Motorrad haben mich überzeugt.

Jetzt geht es exotischer weiter, erst Russland, dann Samoa. Hier wird es leider ein wenig schwächer, die Effekte können mit der Größe nicht mehr mithalten und das Familienthema wird mit dem Holzhammer inszeniert.

Das Actionfinale mit Hubschrauber und Autokette muss man gesehen haben, um es zu glauben. Ich fand es eher albern, hat mich aber nicht zu sehr aus dem Film gerissen.

Dazwischen holt der Film gut-alberne Sachen raus, da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln ob der Dreistigkeit: die Auftritte von Helen Mirren, Eliana Sua, Kevin Hart und Ryan Reynolds. Das ist das Albernheitsniveau, das dem Film sichtlich guttut.

Insgesamt ist der Film grandios. Ich hab nichts erwartet, vor allem nach den Graupen davor, aber der Film ballert einfach alles weg, was sich ihm in den Weg stellt. Schade, dass in Russland und Samoa so sehr auf Größe der Action statt auf Klasse geachtet wird, aber das steckt der Film weg.

Und ich wiederhole mich gern: The Rock, Jason Statham, Idris Elba, Vanessa Kirby!

In albernen Nebenrollen: Helen Mirren, Eliana Sua, Kevin Hart und Ryan Reynolds!

Gleich auf die Liste der besten Actionfilme trotz leichter Abzüge in der B-Note.

Fazit: so soll Actionunterhaltung sein.

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Kritik: The Scorpion King

Die „originale“ Mumie hat nicht nur Schlechtes hervorgebracht, aus dem mäßigen zweiten Teil entsprang The Scorpion King mit The Rock.

Der war ja nur als tragischer Endgegner im zweiten Teil aufgetaucht und bekommt hier seine Origin-Story. Und obwohl ich sowas nicht mag – die hier ist gelungen.

Man nehme lauter Antischauspieler: The Rock, Michael Clarke Duncan, Steven Brand, Kelly Hu, Ralf Möller, … und stecke sie in eine sympathische Sandalen-Helden-Geschichte. The Rock kann zwar nicht schauspielern aber einen sympathischen Helden sehr gut verkörpern (und hat seine Augenbraue). Dazu Grant Heslov als Comic-Relief.

Der Film erzählt eine simple Rachegeschichte, bei der sich The Rock an Memnon rächen muss, dabei dessen Thron übernimmt und bis zu seinem bitteren Ende ein gerechter König mit Kelly Hu an seiner Seite sein wird.

Simpel ist dabei gut – es kann nicht viel falsch erzählt werden – die Action stimmt, die Chemie zwischen den Darstellern auch. Und die Muskeln der hauptsächlich Beteiligten.

Um es klar zu sagen: der Film spielt in einer anderen Liga als die erste Mumie, eher bei den Conanfilmen, Red Sonja etc. Aber er macht seine Sache gut und unterhält auch an einem sonnigen Sonntagnachmittag.

Es scheint eine Menge Fortsetzungen zu geben (ohne The Rock), habe ich alle nicht gesehen.

Fazit: überzeugender Abenteuerfilm mit viiiiel Muskeln.