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Kino Kritik

Kritik: Total Recall (2012)

Wo wir grad dabei sind: Total Recall wurde 2012 neu verfilmt unter dem Titel Total Recall. Schon mal die erste schlechte Idee.

Dann wurde der Film besetzt mit Colin Farell (Schwarzenegger), Kate Beckinsale (Sharon Stone) und Jessica Biel (Rachel Ticotin) – eine sehr gute Idee.

Regie Len Wiseman – an sich eine gute Idee, er vermag Action zu drehen und Kate Beckinsale zu filmen (Underworld).

Aber die Geschichte. Wenn man schon den gleichen Titel nimmt, warum nicht die gleiche Geschichte (oder eine bessere)? Hier werden Elemente aufgegriffen (Gedächtnisverlust) aber dann auf solch blödigliche Weise eingesetzt, dass das Logikloch riesige Dimensionen annimmt. Und wo Schwarzenegger diese Dimensionen mit Charme und Muskeln füllt, sind hier nur gute Schauspieler:innen, die gegen das Drehbuch keine Chance haben.

Irgendwas mit einem Fahrstuhl auf der Erde(!) und der Abgrenzung zwischen arm und reich und das soll überwunden werden – ich weiß es auch nicht, sehr wirr, wenig logisch, sehr zäh. Und warum nicht Mars? Zwischendurch werden die ikonischen Szenen des Originals angerissen aber sie passen nicht mehr zur Story. Schade.

Dabei ist der Film selbst recht gut inszeniert, vor allem die Action weiß zu gefallen, wenn sie denn mal gezogen wird und nicht übertrieben groß ist.

Ich meine, Ihr habt Farrell, Biel und Beckinsale – macht was draus. Solange die drei auf engem Raum kämpfen ist das auch wirklich gut. Tun sie aber zu selten.

So ist der Film leider kein guter geworden, zu verworren die Geschichte, zu groß die Inszenierung, zu wenig Impact im ganzen Film. Schade drum, denn die Sets, Action und Schauspieler:innen hätten besseres verdient und meine Vorfreude war dementsprechend groß.

Fazit: mäßiger Film in viel zu großen Fußstapfen.

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Kino Kritik

Kritik: Total Recall (1990)

Wieder zurück im Action-Genre gleich der nächste Film für die Ewigkeit: Total Recall. Paul Verhoeven frisch von RoboCop gekommen bringt einen Science-Fiction-Film auf die Leinwand, der seinesgleichen sucht.

Eine ausgefeilte Geschichte, Außerirdische, Mars, Mutanten – alles drin, was das Herz begehrt.

Schwarzenegger als Doppel- (Triple-) Agent wider Willen, der sich selbst das Gedächtnis löscht um die Rebellion zu stoppen und im Endeffekt dieselbe zum Sieg führt. Oder ein Steinklopfer, dessen virtueller Marstrip schiefgegangen ist, denn die Vision verläuft exakt so wie beworben.

Beides ist möglich und wird nicht wirklich aufgelöst. Grandios.

Dazu beeindruckende Auftritte von Rachel Ticotin! Sharon Stone!! Michael Ironside!!! Herz – was willst Du mehr.

Ironside einfach beeindruckend fies. Der will Schwarzenegger umbringen und wenn er dafür andere töten muss (Rolltreppe) dann ist das halt so.

Und Schwarzenegger angemessen gut, halb Muskel, halb Schauspieler – passt in den Film. Mit seinem sympathischen österreichischen Radebrechakzent durch den Text stolpernd. Dazu bahnbrechende Effekte, die in der Tat nicht gut gealtert sind. Mir gefallen sie noch heute, da kann aber auch Nostalgie im Spiel sein.

Und eine Menge ikonische Szenen: Schwarzenegger reißt den Autopiloten aus dem Auto. Schwarzenegger holt sich die Sonde durch die Nase. Schwarzenegger rennt durch den Ganzkörperscanner. Schwarzenegger geht in Verkleidung durch den Zoll.

Die dreibrüstige Prostituierte.

Der beste Übersetzungsfehler ever: „I’ve got a lock.“ – „Ich habe ein Schloss!“

Kampf mit Sharon Stone.

Michael Ironside.

Tja, an dem Film ist einfach alles gut (das mit den alternden Effekten hatte ich ja schon erwähnt). Wichtig ist, wie bei allen Verhoeven-Filmen, den Film ungeschnitten zu sehen. Sonst verpasst man ja, wie Ironside die Arme abgetrennt werden und Schwarzenegger sie ihm hinterherwirft.

Spaß für die ganze Familie…

Fazit: Klassiker mit leichten Effektalterungen.