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Kritik: What We Do in the Shadows

What We Do in the Shadows (5 Zimmer, Küche, Sarg) ist ein Dokumentarfilm über eine Gruppe neuseeländischer Vampire, die in ihrem Alltag und zum großen Ball des Jahres begleitet werden.

Dabei lernen wir Viago, Vladislav, Deacon und Petyr erst kennen, ganz kurz ihre Vorgeschichte, was sie so den ganzen Tag tun, wie sie Opfer finden, dass Deacon kein Geschirr abwäscht – ganz normaler Alltag in einer WG eben.

Der durch die Rekrutierung von Nick unterbrochen wird, der frischen Wind in die WG bringt und mit Stu einen sehr sympathischen Menschen. Leider bringt er auch Vampirjäger, die ein Opfer fordern.

Der Ball läuft auch nicht so richtig gut und das darauffolgende Zusammentreffen mit den Werwölfen („Werewolves, not Swearwolves“) wird zum Fiasko. Einem Fiasko mit Happy-End, denn die Werwölfe sind sympathischer als gedacht und man kann sich anfreunden.

Was für ein netter Film. Die Vampire sind grundsympathisch, die Alltagsszenen sind alltäglich, an Blut wird zwar nicht gespart, aber das wird pointiert eingesetzt, wenn es nötig ist. Der Humor stimmt und die Geschichte offenbart, dass auch Vampire nicht unbedingt das leichteste Leben haben.

Einziges Manko: der Film ist sehr ruhig. Ähnlich wie Heavy Trip kommt viel Stimmung über die Charaktere und Situationen, das ist sehr, sehr gemächlich. Im zweiten Teil zieht das Tempo dann etwas an. Also ein bisschen Geduld mitbringen.

Es gibt als Spin-Off eine Fernsehserie gleichen Namens, die auch gute Kritiken bekommen hat.

Fazit: sehr stimmungs- und humorvoller Alltagsfilm über Vampire.

PS: leider hab ich den Abspann bis zu Ende geguckt und den Inhalt des FIlms vergessen.

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Kritik: 30 Days of Night

30 Days of Night ist ein interessanter Vampirfilm, der in Alaska angesiedelt ist.

Heftige Spoiler ahead.

Vampire sind hier klassisch böse brutal und auf Blut aus aber auch durch Sonnenlicht verwundbar. Daher nutzen sie die 30tägige Nacht im Städtchen Barrow oberhalb des Polarkreises, um dieses zu überfallen und eine Weile Zeit zum Blutbad zu haben.

Die Bewohner sind zwar größtenteils in den Süden gezogen, die Zurückbleibenden müssen sich aber jetzt in einer zuvor sabotierten Stadt mit den Vampiren rumschlagen. Das tun sie ziemlich nachvollziehbar und nicht blöd, so dass man zu den Opfern durchaus eine Verbindung aufbaut. Die Bevölkerung wird trotzdem dezimiert, auch wenn sie dabei viele Vampire mitnimmt.

Unser Held (Josh Hartnett) muss sogar am Ende des Films selbst zum Vampir werden, um den Obervampir zu töten und nimmt dafür in Kauf, bei Sonnenaufgang in den Armen seiner Frau zu Asche zu verbrennen. Schnüff.

Der Film ist gut gedreht und gut bis lakonisch gespielt. Das Setting ist durchaus originell und die Vampire sind böse. Dabei bleibt der Film geerdet, das ist keine Fantasy, sondern eine reale Vampirbedrohung.

Fazit: solider, geerdeter Vampirfilm.