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Kritik: Sint (2010)

Sint – ein holländischer Weihnachtsslasher von Dick Maas, den ich schon durch Amsterdamned (Verfluchtes Amsterdam) kenne.

Die Wikipedia hat die Geschichte sehr gut zusammengefasst:

Am 5. Dezember 1492 wird eine Bande unter der Führung des ehemaligen Bischofs Niklas von Dorfbewohnern, die die Plünderungen und Ermordungen der Bande nicht mehr akzeptieren, getötet. In den Jahren, in denen das Todesdatum der Bande auf einen Vollmond fällt, kehren sie als mörderische Geister zurück.

So sieht’s aus und wir erleben mit, wie sich die Schar durch eine Stadt mordet. Das geschieht durchaus explizit, so dass man hier auf seine Kosten kommt. Leider stimmt der Rest des Films nicht ganz, die Charakterentwicklung ist halbgar, es dauert, bis der Film in Fahrt kommt, das Pacing ist etwas daneben, die Szenen und Handlungsstränge sind kleines Slasher-1×1.

Das ist leider nicht wirklich toll, aber auch nicht wirklich schlecht, gutes Mittelmaß. Ich hab mich nicht gelangweilt, die Geschichte war originell angelegt, hatte gute Bilde, war aber leider zu bieder zu Ende erzählt.

Fazit: leider nur mittelmäßig, die Geschichte hätte mehr verdient.

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Kritik: Rare Exports (2010)

Rare Exports ist ein finnischer Weihnachts-Horrorfilm mit einer sehr grotesken Geschichte und daraus resultierendem, trockenen, seltenen Humor.

Im Endeffekt wird der Weihnachtsmann in Finnland von Wissenschaftlern ausgegraben und vorher werden noch viele Rentiere getötet, ein Wichtel wird gefunden, die Dorfbewohner versuchen, den Wichtel zu verkaufen und kommen hinter das Geheimnis der Wissenschaftler und des Weihnachtsmanns, der nicht wirklich freundlich ist. Im Gegenteil.

Es ist nicht nur eine groteske, sondern eine sehr verworrene Geschichte, sie sehr, sehr, sehr langsam erzählt wird. Zu langsam für mich, ich war eher gelangweilt. Die kleinern Horrorelemente holen es auch nicht heraus und der Weihnachtsmann selbst hat mich dann nicht überzeugt.

Evtl. bin ich mit den falschen Vorstellungen an den Film gegangen, aber der war nichts für mich.

Fazit: zu langatmiger Weihnachtshorror mit zu wenig Horror.

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Kritik: Santa’s Slay (2005)

Santa’s Slay – der Weihnachtsmann wurde nur dazu gezwungen, gut zu sein und nach 1000 Jahren darf er endlich wieder böse sein und Leute umbringen.

Goldberg als böser Weihnachtsmann, der von zwei Jugendlichen gestoppt werden muss.

Damit ist schon genug gesagt, Goldberg ist wieder einmal unglaublich sympathisch und gut in seiner Rolle, die Geschichte drumrum ist nicht wichtig, die Kills stimmen, die Action ist ok, leider ist etwas viel Leerlauf zwischen den Goldberg-Szenen.

Und so ist der Film ansehnlich, wenn er denn Fahrt aufnimmt und zwischendurch leider etwas langatmig. Aber insgesamt ok.

Fazit: gelungener Weihnachtsmann-Slasher, der etwas härter und präziser sein könnte.

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Kritik: The Long Kiss Goodnight (1996)

The Long Kiss Goodnight (dt. Tödliche Weihnachten) – ein wunderschöner Weihnachtsactionfilm von Renny Harlin mit Geena Davis und einem damals mit Pulp Fiction Fahrt aufnehmenden Samuel L. Jackson als Comic Relief.

Was für ein Brett von Actionfilm, Geena Davis in der Hauptrolle als liebende Mutter und Killerin mit Gedächtnisverlust, die im Film aufklären muss, wer sie ist, sich zwischen Mutter und Killerin entscheidet und die Welt sowie ihr Kind retten muss.

Das Ganze präzise und rasant von Harlin inszeniert, Geena Davis trägt die Rolle und bringt sie glaubwürdig rüber. Die Action ist beeindruckend, insbesondere gegen Ende werden Explosionen vom Feinsten aufgefahren. Das ist oft Over-the-Top aber völlig in Ordnung.

Die Dialoge sind durchaus witzig, nicht alle, aber größtenteils, so dass man den Charakteren auch beim Sprechen (und Kalauern) gern zuhört.

Samuel L. Jackson als lustiger Sidekick ist gelungen, die Tochter nervt nicht, der Böse ist etwas blass, insgesamt ist der Film wahrlich ein Vergnügen. Also, wenn man neben Die Hard noch was anderes sehen will…

Fazit: sehr gute Action zu Weihnachten.

What I’m saying is, back when we first met, you were all like „Oh phooey, I burned the darn muffins.“ Now, you go into a bar, ten minutes later, sailors come runnin‘ out. What up with that?

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Kritik: Better Watch Out (2016)

Better Watch Out – um es gleich am Anfang klarzustellen:

Was für ein widerlicher, abstoßender Drecksfilm.

So, jetzt ist es raus, erwartet massive Spoiler.

Ashley (17) muss bei Luke (12) in der Weihnachtszeit Babysitten. Was sie schon macht, seit Luke 8 ist und was ihr auch Spaß macht. Luke ist anders drauf als sonst, trinkt etwas Alkohol und macht sich an Ashley heran, was sie souverän abschmettert.

Die beiden werden überfallen und versuchen, sich zu retten. Dann stellt sich heraus, dass Luke und sein Freund Garrett den Überfall inszeniert haben, offensichtlich, um Ashley zu Sex mit Luke zu überreden. Der Plan geht erwartbar schief.

Jetzt wird Ashley gefesselt und betatscht, dann werden ihre Freunde geholt und von Luke bestialisch umgebracht, Garrett auch und zum Schluss Ashley. Dann verwischt Luke seine Spuren, so dass ihm niemand auf die Schliche kommt, Ashley hat aber überlebt. Also will er sie im Krankenhaus besuchen und der Film ist glücklicherweise zu Ende.

Der Film ist nicht lustig. Er erzählt die Taten eines Psychopathen ohne irgendeine Distanz, ohne ironische Brechung ohne irgendwas, das die Morde nicht einfach nur widerlich macht.

Es ist aber auch kein Film über einen Psychopathen, dessen abstoßende Morde man verurteilen sollte, dafür bemüht er dann doch zu oft Ironie.

Der Plan ist auch nicht durchdacht, sondern basiert auf so vielen Zufällen, dass er nicht von vornherein so geplant gewesen sein konnte. Nicht mal das stimmt.

Ich hab bis zum Ende gehofft, dass noch ein Twist kommt, der die Aussage des Films irgendwie verständlicher macht – da ist nix.

Ach ja: seit wann denken 12jährige Jungs nur ans Ficken und das in den schlimmsten Worten? Glaube nicht, dass das mittlerweile Gang und Gäbe ist, das versuchte ja schon It, mir zu Verklickern, auch da hat es nicht gepasst.

Fazit: widerlicher, abstoßender Drecksfilm.

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Kritik: Die Hard 2

Die Hard 2 (Stirb Langsam 2) ist die mäßige Fortsetzung des ersten Teils, diesmal auf einem Flughafen.

Ich hab den Film 1x im Kino gesehen, war restlos bedient und maßlos enttäuscht von Story, Action und Trick.

Seitdem hab ich dem Film keine zweite Chance gegeben, kann sein, dass er besser ist als in meiner Erinnerung – ich werd es nicht herausfinden.

Fazit: soweit ich mich erinnere: schlecht.

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Kritik: Die Hard

Die Hard (Stirb Langsam) ist eine der Referenzen des 80er-Actionkinos, einer der besten Actionfilme, einer der besten Bruce-Willis-Filme, einer der besten Weihnachtsfilme und überhaupt.

John McTiernan hat direkt nach dem schon fantastischen Predator eine weitere Ikone des Action-Films erstellt. Dieser Film ist für die meisten nachfolgenden Actionfilme Referenz, Inspiration und Zitatquelle.

Now I have a machine gun. Ho ho ho.

John McClane besucht seine Frau in Los Angeles, wo sie im Nakatomi-Tower an einer Weihnachtsfeier teilnimmt. Er kommt mit ihrer Arbeit nicht klar, sie ist halt erfolgreich, er ist Cop in NY.

Die Feier wird von Hans Gruber (Alan Rickman in seiner ersten Filmrolle als gebildeter Terrorist – überragend) und seinen deutschen Terroristen gekapert, der im Endeffekt einen gut ausgetüftelten Raub plant und dabei alle Reaktionen der Polizei einberechnet hat. Nicht aber John McClane, der den Tag retten muss, obwohl ihn Hans und seine Leute liebend gerne umbringen würden.

Karl, schieß dem Fenster.

McClane kann die Pläne zunichte machen und die meisten Leute retten, er kriegt Holly, der Cop, der ihm hilft, kann am Ende endlich wieder Leute erschießen, der böse Reporter bekommt seine Strafe und es weihnachtet.

Der Film macht alles richtig: Die Story ist 08/15, wird aber durch kleine Twists aufgewertet und unberechenbar. Die Schauspieler sind durch die Bank sehr gut besetzt und sehr gut: Bruce Willis (süffisantes Grinsen), Alan Rickman, Reginald VelJohnson, Bonnie Bedelia, die Bösen, die Inkompetenten, die Arschlöcher. Dazu die 9. Sinfonie als Erkennungsmelodie der Bösen.

Wer den Film noch nicht gesehen hat: Sehbefehl der stärksten Sorte. Wer ihn schon gesehen hat: Weihnachten ist nicht mehr so lang hin… Liste der Actionfilme um einen erweitert.

Fazit: einer der besten, ikonischsten Filme der 80er.

Yippee-ki-yay, motherfucker.

Wer die Handlung aller Die-Hard-Filme musikalisch aufbereitet haben möchte: