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Kritik: John Wick: Chapter 3 – Parabellum

John Wick: Chapter 3 – Parabellum ist die Fortsetzung von John Wick, einem sehr sehr guten Actionfilm und John Wick: Chapter 2, einer mäßigen Fortsetzung.

Si vis pacem para bellum

John Wick will offensichtlich Frieden, denn er bereitet sehr viel Krieg vor.

Der wird ihm nach den Vorgängen des zweiten Teils aufgezwungen, denn diese verlangen Konsequenzen. Und darum geht es im dritten Teil: Konsequenzen für die Handlungen des zweiten Teils.

Dieser Zugang ist durchaus geschickt gewählt und deutlich besser durchgezogen als der zweite Teil. Es macht Spaß, John wieder dabei zuzusehen, die er sich durch Horden von Gegnern metzelt, unterstützt durch exotische Schauplätze, interessante Waffen und angenehme Weggefährten. Selbst die Gegner sind gut gewählt, sie verhalten sich interessant. Dumm, aber interessant.

Die Kampfszenen leiden nicht direkt darunter, aber es ist schon erstaunlich, wie oft danebengeschossen oder -gehauen wird und wie sehr Gegner darauf bestehen, einzeln anzugreifen. Die gute alte JCVD-Angriffswelle.

Der Endkampf ist gewöhnungsbedürftig aber im Rahmen des Films gelungen. Wie alle Kämpfe verhalten sich die Gegner ungewöhnlich und John Wick kann echt viel einstecken.

Aber, wie gesagt, es macht Spaß, den Film anzusehen. Geschichte nachvollziehbar, Schauspieler gut (Halle Berry endlich mal wieder in einer guten Rolle), Action hervorragend. So hätte ich mir den zweiten Teil schon gewünscht, aber habe es immerhin beim dritten bekommen.

Fazit: sehr guter Actionfilm, macht vieles wieder gut, was der zweite nicht konnte.

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Kritik: John Wick: Chapter 2

John Wick: Chapter 2 ist die Fortsetzung von John Wick, einem sehr sehr guten Actionfilm.

Der Film setzt am Ende des ersten Films ein, wir sehen, wie John sein Auto zurückhaben will. Dann bricht er seinen Ehrenkodex und wird von allen gejagt, bekommt einige Hilfe und am Ende sieht es nicht gut aus. Im Zuge des Films bringt er viele, viele Leute um.

Soweit, so gut, das hat uns im Endeffekt der erste Film auch gezeigt, die Frage war: wird der Nachfolger genauso gut?

Leider nicht.

Es ist halt nicht nur Leute umbringen, für einen kaltblütigen Killer braucht ein Zuschauer auch eine Motivation, warum er ein „Guter“ ist. Das hat Teil eins perfekt gemacht, Teil zwei versagt dabei. Damit bleibt zunächst nur ein Mann übrig, der Leute umbringt. Und dass er sich noch nicht einmal an die eigenen Regeln hält, die im ersten Teil als essentiell definiert wurden – das bringt mich dazu, seinen Gegnern recht zu geben.

In einem Geschäft, das darauf baut, dass Regeln penibel eingehalten werden sträubt sich John Wick, dann hält er sich wieder dran, dann verstößt er so krass dagegen, dass das im ersten Teil den sofortigen Tod erfordert hätte. Warum nicht bei John Wick? Keine Ahnung.

Damit ist die Motivation über die Geschichte schon mal weg, bleibt die Erzählung und die Action. Die Action ist solide, da gibt es nichts zu meckern. Aber gefesselt hat mich der Film nicht, dafür war alles zu sprunghaft, evtl. wegen des mir unverständlichen Verhaltens von John Wick. Außerdem wurden Geschichten erzählt, die in der Erzählung interessant sind, um einen Mythos aufzubauen, die aber nicht gezeigt werden dürfen.

Um ein Beispiel zu geben: die Story mit dem Bleistift des ersten Teils war richtig, richtig gut. Das jetzt zu zeigen, war richtig, richtig falsch.

Es ist schade, dass die Essenz des ersten Films nicht mehr eingefangen werden konnte, sondern sehr platt und einfallslos nach Schema F gearbeitet wurde. So bleibt leider nur ein durchschnittlicher Film mit sehr guter Action, der halbgar serviert wird.

Fazit: nein, lieber den ersten Teil noch einmal sehen.