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Kritik: xXx: Return of Xander Cage

xXx: Return of Xander Cage – wer hätte gedacht, dass das xXx-Franchise noch lebt? Ich auf jeden Fall nicht. Ich habe auch nicht das Gefühl gehabt, dass die Geschichte noch einmal aufgerollt werden sollte, insbesondere, wo die Fast & Furios-Reihe für Diesel ganz gut läuft.

Wir fangen damit an, dass Samuel L. Jackson Neymar für das xXx-Programm gewinnen will, beide sterben durch Satellitenabsturz. Dieser wurde durch eine Satellitenabsturzkontrollbox hervorgerufen, um die es im Rest des Films geht.

Diesel wird wieder reaktiviert, gemeinsam mit einem neuen Team, um die Box wiederzufinden. Sie müssen gegen ein rivalisierendes xXx-Team um Donnie Yen antreten, gegen einen Bösewicht und eine Verräterin in den eigenen Reihen. Das alles ist etwas undurchsichtig und unmotiviert, aber sei es drum.

Mehrere Actionszenen später ist die Welt gerettet und selbst Ice Cube darf kurz auftreten. Jackson und Neymar leben noch.

Tja.

Es ist ein durchaus sympathischer Versuch, das will ich dem Film lassen. Es wird versucht, mit Humor und erstklassigen Actionhelden (Diesel, Tony Jaa, Donnie Yen, Ruby Rose, wirklich viele) einen actionreichen Film hinzulegen. Die Story ist nicht die dümmste.

Aber die Inszenierung und die Action.

Es gibt Schauspieler:innen im Film: Jackson, Donnie Yen oder Toni Collette. Aber der Rest sind Actiondarsteller in ihrer reinsten Form: gebt ihnen Action und es ist gut, lasst sie schauspielern und es ist schlecht. Also muss die Inszenierung entsprechend sein. Ist sie nicht.

Dann sollte doch wenigstens die Action stimmen: Vin Diesel, Donnie Yen, Tony Jaa, Ruby Rose, … die können wirklich was. Also lasst sie doch machen. Und zwar was Handfestes. Und nicht eine abgefahrene Idee nach der anderen, die mittels CGI grottenschlecht umgesetzt wird. Man sehnt sich nach jeden Handkampf, weil die gut sind.

Vin Diesel springt von einer riesigen Antenne mit Skiern in den grünen Wald, fährt den Berg runter, wechselt dann zu einem Skateboard, fährt damit weiter (was ok ist, bis er an einer Busseitenwand fährt). Das ist blöd.

Oder das Ende: ein Satellit crasht auf die Halle, in der die Teams sich bekämpfen, Donnie Yen lenkt das Flugzeug, in dem er sich befindet in den Weg des Satelliten, springt aus dem Flugzeug und landet mit der Fracht unversehrt am Boden. Das ist so richtig blöd.

Leute: Ihr habt Donnie Yen. Ip Man. Den Inbegriff des Martial-Arts-Schauspielers. Und dann lasst Ihr ihn ein Flugzeug abstürzen und mit der Fracht landen, komplett CGI? Wozu dann Donnie Yen nehmen?

Es gibt auch gute Actionszenen, aber da wartet man drauf und die sind schnell vorbei.

Ja, damit ist der Film eigentlich auch schon beschrieben. Man hat alle Zutaten für einen Feel-Good-Actionfilm und versaut es durch blöde Inszenierung und noch blödere Action. Es ist einfach schade drum.

Fazit: kein guter Film.

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Kritik: xXx: State of the Union

xXx: State of the Union ist der Nachfolger von xXx, der zwar ein mäßiger Film aber ein veritabler Erfolg war.

Vin Diesel wollte nicht zum Franchise zurückkehren: zum einen lief Fast & Furious gut genug, zum anderen hat ihm wohl das Skript nicht gefallen. Gute Gelegenheit einen neuen xXx (Bond) einzuführen: Ice Cube.

Regisseur ist Lee Tamahori, der vorher schon Die Another Day in den Sand gesetzt hat und ähnlich ergeht es auch diesem Film.

Am Anfang wird die alte xXx-Einheit überfallen, also muss der neue xXx her und mehr weiß ich vom Film auch nicht mehr, außer dass er grottenschlecht war und dass Ice Cube keinen Vin Diesel ersetzen kann.

Die Action war übertrieben und grottig, schauspielerisch windet man sich im Kinostuhl (ja, ich hab den im Kino gesehen – großer Fehler), der Film dauert endlose 100 Minuten.

Man erkennt, wie gut doch der erste Teil war. Das Franchise xXx tot.

Fazit: typische Fortsetzung: das falsche übertrieben und in den Sand gesetzt.

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Kritik: xXx

xXx kam heraus, als Vin Diesel gerade durchstartete (bzw. er startete gerade durch, mit Filmen wie Pitch Black, Fast & Furious und eben xXx) und auch Rammstein gerade international Fuß fassten.

Rammstein untermalen die Eröffnungssequenz des Films musikalisch und auch optisch: ein Agent wird bei einem Rammsteinkonzert getötet.

An sich könnte der Film jetzt zu Ende sein und man hätte einen schönen Kinoabend gehabt, allerdings ohne Vin Diesel.

Der wird als Draufgänger eingeführt, der mit einer Corvette eine Brücke herunterspringt, natürlich nicht nur als Action sondern auch als soziales Statement. Eine wilde Feier in xXx Apartment findet statt. Beeindruckende Physis, beeindruckendes Nackentattoo.

An sich könnte der Film jetzt zu Ende sein und man hätte einen schönen Kinoabend gehabt, mit Vin Diesel.

Der Film geht aber weiter, xXx wird von Samuel L. Jackson entführt und nach einer spektakulären, etwas einfältigen Flucht aus einem Lager als Regierungsagent verpflichtet, um einen tschechischen Terroristen aufzuhalten, der die Welt zerstören will.

An sich könnte der Film jetzt zu Ende sein und man hätte einen halbwegs schönen Kinoabend gehabt.

xXx muss die Organisation infiltrieren, das geht über coole Waffen, coole Autos, coole Sprüche und machohaftes Frauenrannehmen. Dabei mäandert der Film zwischen cool und blöd, ohne sich für ein zu entscheiden. Das steigert sich bis zum unterirdisch schlechten Actionfinale auf der Moldau durch Prag.

Am Ende liegt xXx mit Yelena auf Bora Bora und ignoriert seinen nächsten Auftrag.

Fangen wir mit dem Schluss an: xXx soll eindeutig ein besserer Bond sein: Frauen, coole Action, Machoheld. Dazu Gadgets: komplizierte Waffen (ok) oder eine Röntgenbrille (albern). Und nach Sichtung der Bonds: er wäre nicht der schlechteste.

Allerdings hat der Film deutliche Schwächen: die Action ist anfangs gut, wird aber, je spektakulärer sie sein will, desto mieser (Lawine) bis zum angesprochenen Finale in Prag, das einfach nur lächerlich ist. Und wie wir wissen: Anfang und Ende eines Films bleiben am nachhaltigsten in Erinnerung und prägen die Meinung über den Film. Anfang: top, Ende: mies, Film: meh.

Die Inszenierung will cool sein. Das gelingt meist, allzu oft aber auch nicht, dann ist da nur Gehabe und keine Substanz. Bei so einem Film überstrahlt aber das wenige nicht gelungene den Rest, denn ist man einmal lächerlich, bleibt das haften.

Schauspielerisch müssen wir nicht reden: Vin Diesel, Asia Argento, Marton Csokas – das sind nette Menschen aber nicht die besten Schauspieler:innen. Ist aber auch nicht schlimm, für diesen Film reicht es aus, da ist kein Ausreißer nach unten.

Wir sehen wirklich gern die ersten Minuten Rammsteinkonzert, schon die ersten Töne von „Feuer Frei“ über das Revolution-Logo und dann erscheint „xXx“ – das ist zum Zungeschnalzen. Aber danach muss man schon Lust haben, einem mit fortschreitender Länge schlechter werdenden Film zu folgen.

Fazit: nicht wirklich schlecht aber auch nicht gut, viel verschenktes Potential.