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Kritik: Zombieland: Double Tap (2019)

Zombieland: Double Tap – zehn Jahre nach dem guten ersten Teil folgt nun die Fortsetzung – nichts, was man sich unbedingt gewünscht hat aber eine nette Überraschung.

Wir machen zehn Jahre nach dem ersten Teil weiter, wieder begleitet uns Columbus (Jesse Eisenberg) aus dem Off, wieder beginnt der Film mit einer sehr blutigen Zombie-Action-Töte-Szene, diesmal zu Master of Puppets. Der Ton ist gesetzt.

Columbus, Tallahassee (Woody Harrelson), Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) sind noch zusammen und ziehen ins Weiße Haus ein. Die Beziehung kriselt und die Frauen ziehen aus. Columbus lernt Madison (Zoey Deutch) kennen – die Klischeeblondine, die ohne Ironie durchgezogen wird, die als Figur ok ist, aber trotzdem…

Wir fahren nach Graceland und dann nach Babylon, um zu sehen, ob es Little Rock gut geht. Dabei kitten Columbus und Wichita ihre Beziehung, Tallahassee lernt Nevada (Rosario Dawson) kennen und für das Mega-Happy-End darf Madison noch mit Berkeley (Avan Jogia) zusammenkommen.

Die Geschichte ist vernachlässigbar und dient als Aufhänger für aberwitzige Situationen und Wortgefechte aller Beteiligten. Im Mittelteil ist das etwas zu viel, da zieht sich der Film trotz der gleichzeitig laufenden Action (Elvis-Motel) und die neuen T-800-Zombies sind wohl nur wegen der T2-Referenz drin, ihre Rolle wird nicht wirklich ausgereizt.

Das ist Meckern auf unterschiedlichem Niveau: der Splattergehalt stimmt, die Effekte sind ok, nur manchmal zu viel CGI, der Zombieteil ist also völlig in Ordnung. An der Geschichte (insbesondere von Babylon) und den Figuren hätte noch gefeilt werden sollen, hier sind deutliche Schwächen. Der Film ist ein Männerfilm geworden, die Frauenfiguren verbleiben im Klischee. Das ist schade und gegenüber dem ersten Teil ein Rückschritt.

Ach ja: die Endcreditszene hätte weggekonnt, die war das Schwächste am Film.

Und noch ein Ach ja: dass die Columbia-Frau zwei Zombies mit ihrer Fackel abwehrt: grandios!

Ich hab beide Zombielands mal in die Liste der besten Zombiefilme und der besten Splatterfilme geworfen, mit einer Tendenz zu: gut aber auch verschenktes Potential. Dennoch: so viele gute Filme in den Genres gibt es auch nicht…

Fazit: guter Nachfolger mit Schwächen.

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Kritik: Zombieland (2009)

Zombieland wurde ja mit vielen kleinen Filmchen angepriesen, die durchaus geeignet waren, meine Aufmerksamkeit zu erregen. Zum einen, weil ich Woody Harrelson gerne sehe, wegen Cheers, Natural Born Killers oder Kingpin. Andererseits einfach wegen der coolen Machart der Minitrailer.

Solcherart erwartungsfroh ging es ins Cinestar, das von „Für 4 € nach Hollywood“ mittlerweile donnerstags bei 7 € angekommen ist. Dazu ca. 1/2 Stunde Werbung – Dreck. Da überlegt man sich schon, ob’s das Geld wert ist. Und dann noch Filmtrailer, die gefühlte fünf Minuten dauern. Kann man einen Trailer nicht interessant und kurz schneiden? Ich will die Geschichte nicht ganz wissen, ich will nur angefixt werden. Im Gegenteil, je länger der Trailer dauert, desto geringer die Chance, dass ich den Film sehen will. Ja, das gilt auch für Sherlock Holmes!

Egal, nach einer Dreiviertelstunde ging’s los (ein Eiskäufer war auch noch dabei), und wie es losging. Der Anfang ist furios, schnell, gut blutig. So, wie ein Zombiefilm sein soll. Dabei nicht ernst, sondern lustig, das bleibt der Tenor des Films.

Ein wenig Charakterentwicklung, Reiseszenen, schöne Szenen, traurige, ein Besuch bei Bill Murray, dann das Finale und das war’s schon. Das Tempo bleibt hoch, lediglich in der Mitte wird etwas verschnauft, für meinen Geschmack etwas zu lange, aber das ist Kritik auf hohem Niveau.

Leider wurden viele Gags verschenkt bzw. nicht vollständig gebracht, da war noch viel Potential, die Clown-Geschichte zum Beispiel.

Fazit: guter Film.