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Das ist ein Fußgängerüberweg, Du Arschloch!

Lieber Autofahrer,

abgesehen davon, dass Du in der Sache recht hast, ist die Wortwahl zu überdenken.

Und auch, und das ist mir hier wichtig, die Reaktion des Radfahrers einzuberechnen. Was wäre, wenn der sich die Worte zu Herzen nimmt, absteigt und über den Fußgängerüberweg läuft? Dann hättest Du deutlich länger warten müssen. Und dann hätte der Motorradfahrer hinter Dir (icke) sicher mit Dir Kontakt aufgenommen. Und das hättest Du auch nicht gewollt.

Was genau hat Dich also gestört? Dass der Radfahrer uns beiden die Wartezeit verkürzt hat? Oder ging’s um das Prinzip?

6 Antworten auf „Das ist ein Fußgängerüberweg, Du Arschloch!“

Darf man fragen, wie sich die Situation konkret abgespielt hat, insbesondere, ob vom Radfahrer nur legal der Fußgängerüberweg (ohne vor- oder nachheriger Benutzung von alleinig Fußgängern vorbehaltenen Bereichen) unter Achtung des Vorrangs des fließenden Verkehrs genutzt wurde, oder ob unberechtigt der Fußgängern vorbehaltene Vorrang auf dem Zebrastreifen radfahrend eingefordert wurde?

Grundsätzlich kann man mit Fahrrad legal auch Zebrastreifen nutzen, allerdings nur schiebend oder rollernd mit Vorrang unter Beachtung gegenseitiger Rücksichtnahme, also insbesondere das Ansteuern des Überweges mit etwa Schrittgeschwindigkeit, jedenfalls rechtzeitig erkennbar. Rad fahrend verliert man lediglich den Vorrang, nicht jegliches Benutzungsrecht.

Dann ist eine Fußgängerfurt oder gar eine unmarkierte Stelle einer Kreuzung gemeint, an der Fußgänger häufig queren? Oder sind streetview wie auch meine Erinnerung veraltet?

Dann sollte der Autofahrer tatsächlich seine Wortwahl auch bezüglich der Bezeichnung der Örtlichkeit stark überdenken, hätte in der Sache aber selbstverständlich insoweit Recht, wie das Radfahren auf den dortigen Fußwege keinesfalls zu empfehlen und m.W. auch illegal ist. Die Einbahnstraße sollte dagegen die Anforderungen an eine Freigabe der Gegenrichtung für Radfahrer erfüllen, sodass nach Beschilderung Radfahren auf der Fahrbahn in beiden Richtungen legal wäre.

Nö, das ist ein neu markierter Fußgängerüberweg.

Nein die Ecke würde ich auch in der Gegenrichtung nicht empfehlen.

Abgesehen davon finde ich Spitzfingkeiten bei der Wortwahl unkonstruktiv, da ich nicht über Wortwahl sondern Inhalte streiten möchte.

Aha, ich war wohl seit den neuen Markierungen nicht mehr dort.

Falls man nicht auch die Fahrbahn schmaler gemacht hat, halte ich den Platz für durchaus ausreichend für eine Freigabe in Gegenrichtung, wegen der schlecht einsehbaren Kurven würde sich dann aber evtl. eine Form von Radstreifen (nur in Gegenrichtung) anbieten.

Die Wortwahl war mir nur insofern wichtig, wie es zur Unterscheidung von Sach- und Rechtslage erfordelich ist. Ob man Zebrastreifen oder Fußgängerüberweg verwendet, soll mir bspw. egal sein, aber sachlich und rechtlich liegt ein massiver Unterschied zwischen Fußgängerweg/Gehweg, Fußgängerfurt und Zebrastreifen/Fußgängerüberweg.

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