OK, man könnte die Meldung auch so aufmachen: ein Autofahrer wird aggressiv, bedroht einen Radfahrer und benutzt sein Auto dabei als Waffe, um den Radfahrer auf einem Radstreifen in den Straßengraben zu drängen. Der Radfahrer kann gerade so noch ausweichen und will den Autofahrer zur Rede stellen, er wird dabei auch aggressiv. Der Autofahrer reagiert nicht und überfährt zur Strafe das Fahrrad des Radfahrers.

Oder man formuliert so, dass nur der Radfahrer etwas falsch gemacht hat, nie in Gefahr war, verletzt zu werden und der arme Autofahrer ein Unschuldslamm ist. Und dass der Radfahrer völlig überreagiert hat (hat sich „wohl“ geärgert).

Weil er sich wohl über das Fehlverhalten eines Autofahrers ärgerte, reagierte gestern Nachmittag ein Radfahrer in Steglitz sehr aggressiv. Laut Zeugen habe der 60 Jahre alte Radfahrer gegen 16 Uhr an der Kreuzung Schloßstraße Ecke Ahornstraße sein Fahrrad vor das Auto eines 80-Jährigen gestellt, als dieser bei „Rot“ hielt. Anschließend soll der Radfahrer dem Audi-Fahrer Schläge angedroht haben und mehrfach mit der Faust gegen die geschlossene Seitenscheibe geschlagen haben. Als die Ampel wieder auf „Grün“ umsprang, fuhr der nach eigenen Angaben verängstigte 80-Jährige los und überfuhr hierbei das Fahrrad. Dieses verkeilte sich dabei unter dem Fahrzeug, so dass die Feuerwehr das Rad mit Hilfe eines Hebekissens herausholen musste. Die Schloßstraße musste deshalb in Richtung Wolfensteindamm für rund 20 Minuten gesperrt werden. Gemäß Zeugen soll der Autofahrer zuvor in den Radschutzstreifen gefahren sein und hierbei den Radfahrer abgedrängt haben. Die Polizei ermittelt nun wegen eines Verkehrsunfalls mit Sachschaden und Nötigung im Straßenverkehr.

(Quelle: Polizeimeldung vom 08.04.2016)

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