Heimweg

Der Heimweg gestern bot neue und bekannte Handlungen. Es regnete leicht, das ist für Autofahrer ein Signal, besonders eng zu überholen. Dem kamen ca. 7 Autofahrer auch prompt nach, jeden hatte ich nach maximal 500 Metern wieder eingeholt, wir sind ja schließlich in Berlin. Aber das scheint ein Drang zu sein.

Beim Überqueren der „Linden“ zu Fuß mit Fahrrad an der Hand kamen mir an der Friedrichstraße viele Fußgänger entgegen, also suchte ich mir eine Linie raus und hielt sie ein. Eine Frau kam mir mit zugeklapptem Schirm entgegen, den sie beim Laufen öffnete und damit nicht nach vorn sah. Ich hielt an, sie lief ins Fahrrad (Vorderrad) rein. Hielt, schaute, versuchte, weiterzulaufen. Das Ganze noch einmal. Dann sah sie wohl ein, daß ich nicht weggehen würde und ging um mich herum. Alles wortlos ohne Erregung, einfach so. Seltsam.

Zähler: 3 Autos bei Rot, 1 Radfahrer bei Rot, 1 Auto auf dem Radweg, 1 Auto auf die falsche Spur gestellt (damit den ganzen nachfolgenden Verkehr behindert, mach‘ das mal als Fahrrad)

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de vom 16.02.2006)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

1 × = 5