Kritik: Indiana Jones and the Temple of Doom (1984)

 25. März 2024 •  Ekkart •  George Lucas, Harrison Ford, Indiana Jones, Kritik, Steven Spielberg •  Kino, Kritik •  IMDB •  8
 angesehen am 29. März 2024
 Fazit: Immer noch ein guter Film, allerdings muss man über sehr viele Klischees und Rassismus hinwegsehen.

Indiana Jones and the Temple of Doom, dt. Indiana Jones und der Tempel des Todes – bevor ich den Film gesehen habe, habe ich die Tunnelfahrt als Eröffnungsszene des CinemaxX Hannover mit Anmoderation von Hr. Flebbe gesehen. In laut.

Bis dahin hatte ich nichts Beeindruckenderes im Bereich Film erlebt.

Indy 2 – auch hier ist die Geschichte bekannt: Indy muss ein indisches Dorf retten.

Auch hier haufenweise ikonische Szenen: der Drehteller mit dem Gegengift, die Shankara-Steine, die Fledermaus, Augensuppe, Schlange Surprise, Affenhirn auf Eis, der Dialog im Schlafzimmer (5 Minuten! Fünf. Du weißt es, ich weiß es.), “ich bin hier”, die Insekten im Tunnel, Mola Ram, die Herzentnahme, die Fahrt durch den Tunnel.

Allerdings auch hier: Willie, ein Abziehbild einer kreischenden Klischeeblondine (Kate Capshaw hat sich schon damals geschämt); Shorty, der nervige Sidekick mit den neunmalklugen Sprüchen; die unverhohlen rassistische Darstellung der Inder; die brutale Überheblichkeit der Briten.

Zugegeben, manche Dialoge und Manierismen von Willie und Shorty sind gut, allerdings sind die zugrundeliegenden Klischees schon damals sehr abgelutscht gewesen.

Beim ersten und zweiten Sehen hat mir der Film ausnahmslos gut gefallen, das muss ich zugeben. Er ist halt schlechter gealtert als der erste und dritte, und ich kann mich jedoch immer noch gegen jede Ratio sehr erfreuen an so schönen Dialogen wie:

Indiana Jones: Wear your jewels to bed Princess?
Willie: Yeah… and nothing else. Shock you?
Indiana Jones: Nothing shocks me. I’m a scientist.

oder der Fledermausszene.

Indiana Jones: [on Willie’s incessant screaming] The biggest trouble with her is the noise.

Insgesamt strahlt der Film trotz der Defizite ein Gefühl von großem Abenteuer aus: Heldentum, Indy (auch wenn der Bauch beim Rennen etwas stört), übermächtige Gegner.


 Fazit: Immer noch ein guter Film, allerdings muss man über sehr viele Klischees und Rassismus hinwegsehen.