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Kritik Musik

Motörhead, Black Stone Cherry, Weidner

Es war mal wieder soweit: das alljährliche Motörhead-Konzert, diesmal in der Arena.

Die Arena ist ja nicht unbedingt eine gute Konzerthalle, wegen der Akustik, gibt einem Konzert aber einen interessanten, archaischen Rahmen und ist groß, keine Platzprobleme, so wie in der Columbiahalle.

Erste Vorband waren Black Stone Cherry, sagten mir nichts, entpuppte sich dann als angenehmer Old-School-Rock. Schön anzuhören, gerade hart genug, nett. Sie spielten ca. eine halbe Stunde, das war etwas wenig, gerade im Hinblick auf den nächsten Support.

Angekündigt war Thin Lizz, ich vermute mal, das wäre eine Thin-Lizzy-Coverband gewesen. Es kamen aber Stephan Weidner und mit ihm jede Menge Nazis im Publikum. So viele, dass sie nicht zu ignorieren waren. Dazu kam eine schreckliche Musik, irgendwas halbhartes mit nichtigen deutschen Texten, die man kaum verstand. Weidner suhlte sich dann im Selbstmitleid, wie schlimm er so angegangen würde, um dann „Größe“ zu zeigen, die darin gipfelte, dass er erzählte, was es für eine Ehre für Motörhead sei, dass er sie supporten würde. Bah. Das war eine Dreiviertelstunde geklauter Lebenszeit in einem sehr unangenehmen Rahmen. Fühlte sich wie drei Stunden an.

Aber auch dieser Tiefpunkt ging vorbei, Bühnenumbau mit einem riesigen Schild im Hintergrund mit den Wappen von (Vermutung): England, Wales, Schweden und Motörhead. Dann kam die Band und die Stimmung stieg, gute, überraschungsfreie Unterhaltung, wie man sie von Motörhead gewohnt ist. Immer wieder erstaunlich, was man zu dritt auf die Beine stellen kann, das Ganze in „sehr laut“.

Leider spielte die Akustik (wieder einmal) nicht mit, diesmal war es so schlimm, dass es selbst mir auffiel. Oft verzerrt, schlecht zu hören oder ganz verwaschen.

Wäre da nicht der Ausfall mit Weidner gewesen, es wäre ein sehr schöner Abend geworden, so war ein riesiger Wermutstropfen dabei.

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