Bone Tomahawk kannte ich vorher nicht, kam im Fernsehen, Titel hat mich angesprochen, Kurt Russel in der Hauptrolle – also reingucken.

Geboten wird ein ruhiger Western um eine Gruppe Männer, die auf der Suche nach den Entführern einer Frau und eines Gefangenen sind. Diese Entführer sind ein abartiger Eingeborenenstamm, die Pfeifen statt Kehlköpfen haben und alles niedermetzeln, was ihnen vor den knöchernen Tomahawk kommt, insbesondere unseren Suchtrupp.

Dabei konzentriert sich der Film auf die Reise der Männer, die wirklich ruhig und methodisch vor sich geht, erschwerend kommt der Beinbruch des Manns der Frau hinzu, der für Verzögerungen, letztendlich aber für ein „Happy-End“ sorgt. Das ist sehr gut erzählt, gerade die Ruhe wird nie zur Langeweile, sie wird unterbrochen von bösen Gewaltspitzen, die sich gegen Ende hin steigern.

In diesem Bereich unterhält der Film gut.

Leider ist der Film dabei zutiefst rassistisch. Schon der gezeigte Rassismus wird kurz thematisiert, aber danach von hinten wieder gerechtfertigt. Und die Darstellung der Eingeborenen spricht ebenfalls für sich. Da hilft es auch nichts, wenn ein Eingeborener, der deutlich gebildeter als die Weißen ist, sagt, dass das Ausgestoßene sind – es bleibt rassistisch.

Und das ist schade, denn so bleibt ein sehr gut erzählter, spannender Film auf der Strecke, weil der Rassismus unübersehbar ist und teils gerechtfertigt wird.

Fazit: technisch gut, inhaltlich: nein.

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