Oculus, endlich mal nachgeholt, ein mir ans Herz gelegter Horrorfilm mit Katee Sackhoff, Karen Gillan und Brenton Thwaites.

Zwei Geschwister müssen herausfinden, ob das, was sie vor 11 Jahren erlebt haben, eingebildet war oder Horror eines besessenen Spiegels. Für beide Varianten gibt es genügend Anhaltspunkte, auch wenn schnell klar wird, in welche Richtung sich der Film bewegt. Auf jeden Fall brachte damals der Vater die Mutter um und wurde dann vom Sohn erschossen (kein Spoiler, das ist von Anfang an unstrittig).

An sich ist es das schon an Geschichte, das reicht für einen spannenden und grusligen Film aus. Die Erzählweise ist nichtlinear, wir erfahren immer mehr Puzzlestücke der Geschichte, bis gegen Ende die Zeitebenen und Grenzen von Realität und Einbildung verwischen. Das ist genial gedreht und sehr, sehr wirksam.

Dazu kommt, dass beide Geschwister, Kaylie und Tim, auf ihre Art sehr rational mit ihren Erlebnissen umgehen. So versucht, Kaylie auf wissenschaftliche Weise zu beweisen, dass der Spiegel besessen ist, während Tim auf Wahrnehmungs- und Erinnerungsstörungen setzt. Das ist sehr angenehm und sehr effektvoll, denn beide Sichtweisen haben etwas für sich und die Herangehensweise von Kaylie ist sehr schlüssig. Man ertappt sich dabei, zu bewundern, dass sie einfach an alles gedacht hat.

Dazu kommt, dass insbesondere die Schauspielerinnen herausragend agieren, Karen Gillan, Katee Sackhoff und Annalise Basso – das ist überragend. Da fallen die immer noch sehr guten männlichen Darsteller etwas ab, aber das ist ja nicht wirklich schlimm.

Setting und Effekte stimmen auch, ebenso wie die Tonuntermalung. Der Film verschenkt seinen Horror nicht, sondern wechselt souverän zwischen Grusel und Jump-Scares, dazu die (im positiven Sinn) undurchsichtige Lage, was gerade real ist und was nicht – hervorragend.

Ich hab den Film lang vor mir hergeschoben, aber das war unnötig, denn er hält, was er verspricht und kommt auf die Liste der grusligen Filme.

Fazit: sehr guter, grusliger Horrorfilm.

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