Zimmer 205 – Traust du dich rein? – ein Film, bei dem man nicht sagen muss „für einen deutschen Film sehr gut“, sondern bei dem man sagen kann: „ein sehr guter Film“.

Katrin (Jennifer Ulrich) zieht ins Studentenwohnheim (in Erfurt) in Zimmer 205 ein, aus dem vorher Annika (Julia Dietze) verschwunden ist. Eine Gruppe Studis verhält sich recht feindselig gegenüber Katrin, die erst Visionen von Annika bekommt, bevor deren Geist die Leute im Film recht rabiat dezimiert. Katrin will rausfinden, warum und was geschehen ist.

Die Ausgangslage ist nicht wirklich originell, die Geschichte folgt den Genrepfaden, jedoch nicht ganz. Und das macht den Film interessant. Katrin ist zwar psychisch gestört aber doch recht klaren Verstands. Die Geschichte scheint klar zu sein, schwenkt jedoch immer wieder um, so dass man nicht wirklich vorhersagen kann, was als nächstes kommt (klar, grob schon, aber im Detail). Auch die Hintergrundgeschichte von Katrin ist interessanter als es erst den Anschein hat.

Dazu gelungene Figuren und sehr gute Schauspieler, die einzige Rolle, die etwas abfällt, weil zu klischeehaft, ist Sanne, aber das stört nicht wirklich.

Was den Reiz des Films außerdem ausmacht ist die Frage, ob sich Katrin nicht alles einbildet oder welchen Teil von den Geschehnissen.

Die Filmemacher haben sich Ring und andere Geistergeschichten gut angesehen, das Wesentliche herausgeholt und dann gut kombiniert. Und, was ich ihnen hoch anrechne: keine Szene ist zu lang, auch die Standard-Liebesszene wird interessant variiert und das heißt schon was.

Also: auf jeden Fall reinschauen, kommt auf die Liste der besten Grusel– und Horrorfilme (zugegeben, er hat Schwächen, aber ist trotzdem toll, der Film).

Fazit: sehr guter Geisterhorror aus Berlin und Erfurt.

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