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Tamiya Manta-Ray – Die Wiederbelebung

Anfang der neunziger Jahre habe ich mir einen Tamiya Manta-Ray gekauft, einen ferngesteuerten, allradgetriebenen Buggy. Für damalige Verhältnisse war das ein sehr gutes Auto, etwas besseres im Preissegment um 500 DM gab es nicht. Nach einigen Jahren des Im-Keller-Schmorens habe ich mich auf das Fahrzeug besonnen und beschlossen, es wieder fit zu machen. Das umfasste folgende Arbeiten:

  1. Reinigung aller Einzelteile, sowie fetten/ölen, wenn nötig
  2. Lackierung der durchsichtigen Karosserie
  3. Einbau eines stärkeren Motors
  4. Ersetzen der mechanischen Motorsteuerung durch eine elektronische
  5. Neukauf eines Akkuladers als Ersatz für meinen selbstgebauten

Bei der Vielzahl der Arbeiten nahm ich mir drei bis vier Tage über Ostern Zeit dafür. Die Reinigung incl. Zerlegung in alle Einzelteile sowie deren Montage ging erstaunlich gut und schnell. Ich musste keine Teile ersetzen, selbst das Stoßdämpferöl war noch vorhanden und gut in Schuss. Wichtig beim Zerlegen ist es, die Teile so abzulegen, dass sie nicht verlorengehen und möglichst an die richtige Stelle wieder zurückkommen. Bis auf einmal, was mir aber sofort aufgefallen ist, hat das geklappt. Faszinierend ist der solide Aufbau des Fahrzeugs sowie die Kleinheit der Teile, wie z.B. des Differentials, die trotzdem hohe Beschleunigungskräfte aushalten.

Die Lackierung war schon etwas anspruchsvoller. Zunächst muss ein Konzept der Bemalung her, danach die Farben, Schablonen, Aufkleber etc. Zuerst wollte ich eine Reminiszens an die Bemalung der Motorräder des Dottore schaffen, das war mir jedoch für meine erste Bemalung zu aufwendig, außerdem gab es die entsprechenden Farben nicht zu kaufen. Also ging ich von den Farben aus, mir gefielen blau-metallic und weiß.

Das Grundmuster sollte die klassische Bemalung des Dodge Viper sein, zwei parallele weiße Streifen auf blauem Grund. Am Heckspoiler sollte der Schriftzug „etg“ prangen, auf dem Cockpit das modernisierte Punisher-Logo. Für die Seite hatte ich noch keine Ideen, dort sollten je ein möglichst kleines Zeichen zur Auflockerung hin. Ich habe mich für Radioaktivitätszeichen entschieden, später fiel mir ein, dass das UAC-Logo noch besser gepasst hätte. Auf dem nächsten Auto.

Da ich mit Sprühfarben arbeitete, musste ich die relevanten Teile abkleben und so die Muster nach und nach sprühen. Die Karosserie wird von innen besprüht, dunkle Farben zuerst. Das heißt, die Aufkleber zum Abkleben mussten die Stellen abdecken, die weiß bleiben sollten und spiegelverkehrt aufgeklebt werden. Wenn man’s weiß, geht das, ist bloß bei der Planung etwas schwierig. Nach dem Abkleben ging es an’s Sprühen, ich habe drei Schichten blau, dann eine Schicht weiß, dann zwei Schichten blau und drei weitere weiß-Schichten aufgetragen. Den Abschluss bildete blau, damit die Karosserie auch von unten was hermacht.

Durch die komplizierte Methode mit dem Zwischenweiß wollte ich ein hellblaues Cockpit erreichen, hat nicht geklappt. Ist aber egal, für das erste Mal bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Motor und Motorsteuerung waren problemlos auszutauschen, leider war das Ladegerät sofort kaputt, so dass ich nur mit einem halbgeladenen Akku fahren konnte, bis er alle war.

Zu Hause konnte ich noch die Miezen kurz ärgern, dann war das erste Fahren auch schon zu Ende. Mehr Erfolg, als ich vorher geplant hatte. Für die nächsten Tage will ich noch eine erste Fahrt mit dem (karosserielosen) Auto bei Youtube einstellen und mich dann an richtige Sprünge und Aufnahmen wagen.

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