Kritik: The Matrix Resurrections (2021)

 16. September 2023 •  Ekkart •  Kritik •  Kino, Kritik •  IMDB •  6
 angesehen am 15. September 2023
 Fazit: leider langweilig trotz positiver Erwartungen und Vorschusslorbeeren, kein Totalausfall wie Teile 2 und 3 aber nicht wirklich gut.

The Matrix Resurrections (2021) – ich hatte ganz verpasst, dass ein neuer Matrix gedreht wird. Ich hatte auch kein großes Interesse an einer Fortsetzung, so, wie die beiden Fortsetzungen in den Sand gesetzt wurden.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt: ich hoffte auf einen guten Film, nichts Herausragendes aber bitte auch keine Graupe.

Im Endeffekt sehen wir ein Remake des ersten Teils mit leichten Anpassungen und einer eingezogenen Metaebene: Neo ist Spieldesigner und die Vorgängerfilme waren Spiele, nicht Filme. Daran will ich nicht rummäkeln, der Ansatz ist ok und am Anfang auch durchaus interessant erzählt.

Leider lässt das Interessante nach und der Fanservice nimmt zu, die Selbstreferenzen ebenfalls und am Ende ist der Film ein 1:1-Remake ohne das zugeben zu wollen. Und zwar ein Remake der uninteressantesten Dinge der ersten Teile: Architekt, Merowinger – hat die wirklich jemand vermisst? Die Cameos alles bisherigen Figuren holt mich auch nicht ab, genau wie die ewige Wiederholung bekannter Szenen. Morpheus, Kampftraining, Sprung vom Hochhaus, Trinity – nein.

Die ganze Erzählung und die Philosophie wurden ausgebreitet ohne Ende, das war im ersten Teil noch ok (und deutlich kürzer), weil es neu war. Aber mittlerweile kennen wir das Konzept und es ist nicht so tiefsinnig, wie es die Macher gern hätten. Der Film zieht sich wie Kaugummi und man hofft, irgendwann passiert mal was Interessantes.

Schauspielerisch gibt es nicht viel auszusetzen: angemessen. Nicht wirklich gut aber auch nicht wirklich schlecht. Technisch ist der Film auf der Höfe der Zeit, da gibt es nichts zu mäkeln.

Aber die Inszenierung: langweilig sowohl in den Dialogen als auch den Actionszenen. Und dann die Idee, Menschen als Bomben einzusetzen – das ist nur noch geschmacklos.

Ja, der Film tritt ein großes Erbe an aber niemand wurde gezwungen, eine Fortsetzung zu drehen. Es gab Zeit genug, sich was Interessantes auszudenken. Das ist leider nicht gelungen, zu viel Rückschau, zu wenig eigenes und viel zu viel Langeweile.


 Fazit: leider langweilig trotz positiver Erwartungen und Vorschusslorbeeren, kein Totalausfall wie Teile 2 und 3 aber nicht wirklich gut.