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Kritik: Harry Potter and the Goblet of Fire (2005)

Harry Potter and the Goblet of Fire (Harry Potter und der Feuerkelch) ist für mich der Höhepunkt der Buchreihe, der beste Band, den Rowling geschrieben hat.

Sie führt die Geschichte mit einer bewundernswerten Leichtigkeit von einer Vorahnung über Vodemort über das Quidditch-Turnier und das trimagische Turnier zur ersten direkten Begegnung von Harry und Voldemort. Das ist ganz, ganz große Kunst. Die vielfältigen Verästelungen der Geschichte, die alle berücksichtigt und aufgedröselt werden, die auch alle wichtig sind für die Geschichte und die wirklich nicht vorhersehbaren Twists sind immer wieder ein Lesevergnügen. Und natürlich der Auftritt von Voldemort sowie die Darstellung der ganzen Organisation dahinter – brillant.

Natürlich kann ein Film das nicht vollständig abbilden, dafür ist das einfach zu komplex. Aber die Kürzungen und Erweiterungen, die im Film gemacht wurden, gehen für mich komplett am Buch vorbei. Am trimagischen Turnier sind für mich weniger die eigentlichen Herausforderungen interessant als die Vorbereitungen der verschiedenen Champions, die Frage, ob und wie man sich hilft, oder das Zerwürfnis von Ron und Harry (bei dem leider wieder einmal deutlich wird, wie nebensächlich eigentlich Hermiones Figur ist, sie ist halt dafür da, bestimmte Sachen anzustoßen, nicht mitzuwirken). Das wird im Film glattgezogen, es werden halt viele Drachen gezeigt und eine Zusatzszene erfunden, dafür werden essenzielle Bestandteile geändert, z.B. dass Harry zu faul ist, Hinweise zu berücksichtigen oder sich vorzubereiten.

Plötzlich lebt das Labyrinth, statt dass dort Fabelwesen warten. Warum? Es macht den Film nicht besser.

So gesehen konnte ich den Film nicht genießen und ihm auch nicht wirklich etwas abgewinnen, da die Änderungen zu weit vom Buch weg sind, das ich einfach im Hinterkopf hatte. Es geht so viel Hintergrund verloren…

Dennoch sind bestimmte Szenen gut gelungen und Brendan Gleeson sowie Ralph Fiennes sind wieder einmal genial besetzt. Insbesondere bei Ralph Fiennes wäre es mir lieber gewesen, wenn man auf das Schlangengesicht verzichtet hätte. Der ist auch so extrem furchteinflößend.

Es kann sein, dass der Film für sich gut ist, ich bin einfach zu enttäuscht von der Umsetzung des Buches, um das objektiv zu beurteilen.

Fazit: nichts für mich, da zu weit weg vom Buch.

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