Kritik: Kill Command

Kill Command ist ein 2016er Low-Budget-Actionfilm, ich dachte, aus England, ist aber offiziell amerikanisch, Hauptdarsteller Thure Lindhardt ist ein Däne, Vanessa Kirby eine Engländerin, über den Regisseur ist es schwer, etwas außer seinem Namen rauszufinden: Steven Gomez.

Wir begleiten eine Kampfeinheit, die auf einer Insel gegen autonome Roboter trainieren soll, ausnahmsweise mit scharfer Munition auf Seiten der Soldaten.

Die Autonomie wird durch eine lernende, vernetzte und sich austauschende KI erzeugt, kurzum, die Roboter sind bewaffnet, in der Überzahl und wollen auch kämpfen lernen.

Nach und nach wird die Einheit dezimiert, bis die Ablösung eingeflogen kommt.

Soweit, so solider Plot, nichts ungewöhnliches aber auch nichts Schlimmes.

Die erste Hälfte des Films ist auch ausnehmend gut gelungen: Einführung der Charaktere, erstes Treffen mit den Robotern, erste Probleme. CGI ist in Ordnung, Schauspieler:innen sind in Ordnung, Chemie stimmt.

Leider geht dem Film bei der zweiten Hälfte die Logik und Stringenz aus, wenn die Maschinen angreifen. Dann ist doch vieles zufällig und nicht durchdacht. Kurze Anleihen an den Terminator machen es auch nicht besser.

Konkret gesagt: die Maschinen müssten innerhalb von wenigen Minuten gewinnen und es ist nicht klar, warum sie das nicht tun.

Hier hätte es mehrere Möglichkeiten gegeben, das zu umgehen, ohne das Budget in die Höhe zu schrauben: Reduzierung der Roboteranzahl, Ablenkung, Störsignale etc. pp.

Haben sie nicht gemacht und das ist etwas schade, denn sonst ist der Film gelungen und kann gut unterhalten. Soll nicht negativer klingen als es ist: der Film ist insgesamt gut.

Fazit: Guter Film für einen netten Actionabend.

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