Reign in Blood – nach Master of Puppets und Peace sells… das dritte Album der großen Vier, die Band ist Slayer.

Das ist Thrash Metal, wie er sein sollte – schnell. Und an manchen Stellen schneller.

Da ist es egal, dass es keine große Vielfalt in den Liedern gibt oder dass der Gesang tatsächlich wie bei Megadeth Sprechgesang ist ohne Melodie. Denn darunter liegt schnelle, harte Musik.

Schade ist, dass die Band sehr stark mit Nazisymbolik kokettiert. Ich nehm ihnen ja ab, dass sie keine Nazis sind, aber dann muss man auch kein Runen-S in das Bandlogo aufnehmen oder ein textuell unkritisches Lied, Angel of Death, über Josef Mengele auf die Platte bringen. Das ist so extrem billige Provokation. Und:

I know why people misinterpret it – it’s because they get this knee–jerk reaction to it. When they read the lyrics, there’s nothing I put in the lyrics that says necessarily he was a bad man, because to me – well, isn’t that obvious? I shouldn’t have to tell you that.

ist halt eine billige Ausrede. Das ist gespielte Naivität, die die Realität ausblendet. Dennoch, das sei deutlich gesagt: hier spielt keine Naziband für ein Nazipublikum, ich hab sie live gesehen und auch das Publikum dazu. Ebenfalls dennoch: so billige Provokationen sind einfach nur billig.

Zurück zur Platte: die ist ein Brett, das ist schneller, guter Metal, live kriegen sie das genau so auf die Bühne – „Reign in Blood“ ist nicht abwechslungsreich aber sehr unterhaltsam.

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