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Computerspiele Kritik

Spielkritik: Tomb Raider IV: The Last Revelation (1999)

Tomb Raider IV: The Last Revelation – wieder Core Design, wieder die gleiche, leicht verbesserte Engine – wieder das gleiche Spiel mit neuen Orten und Figuren.

Wir müssen den Fluch des Amuletts von Horus brechen, der Seth aufgeweckt hat (kurz zusammengefasst).

Wir starten als junge Lara, warum auch immer. Meist ein Zeichen dafür, dass den Geschichtenschreibern nicht mehr viel einfällt und die Herkunft der Heldin ergründet werden muss, zum Glück ist das nur der Einstiegslevel, dann geht es wie gewohnt weiter, diesmal von Kambodscha nach Ägypten, wo mehrere Orte besucht werden: Tal der Könige, Karnak, Alexandria, Kairo, Gizeh.

Die Pistolen sind wieder da.

Es wurden viele Elemente verändert, zum Guten und zum Schlechten. Dem Zeitgeist folgend wurden die Waffen komplizierter, es gab mehr Munition zur Auswahl mit unterschiedlicher Wirkung. Warum auch immer – hätte es nicht gebraucht.

Lara kann jetzt Stangen hochklettern, um die Ecke greifen und Türen eintreten – immerhin.

Leider wurde auch der Todfeind und Kardinalfehler von Computerspielen eingeführt: unsterbliche Gegner. Was das soll – keine Ahnung. Die stören zwar nicht direkt und sind handhabbar, aber es ist keine schöne Sache.

Und ein weiteres Problem von Spielen, ebenfalls damaliger Zeitgeist, der sich hartnäckig hält: verschiedene Arten, einen Level zu spielen, also verschiedene Pfade mit unterschiedlichen Herausforderungen. Wie ich es hasse. Ich will ein Spiel einmal durchspielen und dabei alles gesehen haben. Alles andere ist vom Teufel.

Grafiken und Bewegungen wurden wieder verbessert, der technische Fortschritt halt. Dennoch ist auch dieser Teil eine technisch grundsolide Sache ohne Bugs.

Wenngleich viele Dinge eingebaut wurde, die ich für große Fehler bei Computerspielen halte, ist das Spiel dennoch eins der besten Tomb Raider. Die negativen Aspekte halten sich in Grenzen, die Rätsel wurden erweitert und komplexer gestaltet, die Locations sind überragend und das Spiel ist ein Paradebeispiel für Spielbarkeit.

Hier ist eine Entwicklung zu sehen, die gut ist: neue Dinge werden zwar eingeführt, dominieren jedoch das Spiel nicht, so dass die Grundidee erhalten bleibt und wirklich behutsam ergänzt wird.

Das Spiel endet mit dem Tod von Lara, denn die Entwickler:innen hatten genug von der Figur. Dass das natürlich nicht das Ende der Spiele sein wird, war jedem klar, die Frage war nur: wann kommt ein neues Spiel raus und wie wird es gestaltet?

Fazit: eins der besten Tomb Raider trotz größerer Änderungen.

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